Die Labiner ländliche Idylle

Erkunden Sie die malerischen Dörfer der Labiner Gegend und genießen Sie die unwiederholbaren Geschmäcke der heimischen Kost, des erstklassigen Olivenöls und der Spitzenweine entlang der Labiner Weinstraße, auf agrotouristischen Wirtschaften und in Dorfkonobas. Die Weinbautradition im Dort Sveti Martin (St. Martin) reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Das alte Adelskastell sowie der Adelspalast in diesem Dorf wurden in idyllische ländliche Erholungs- und Urlaubstätten verwandelt. Westlich von Labin, am südlichsten Punkt der Labiner Halbinsel, befindet sich das Dorf Skitača mit zwei wunderschönen Wanderwegen – dem Wanderweg der Salbei und dem Wanderweg der hl. Lucia, der zugleich auch ein Pilgerweg ist.
Nur etwa 3 km von der Labiner Altstadt entfernt erwartet Sie im Dorf Kranjci das Abenteuer der Suche nach dem Schatz, das der örtlichen Legende nach einst auf dem St.-Florus-Wanderweg von alten Griechen vergraben wurde.

Die Legende vom St.-Florus-Schatz

Erfahren Sie die Legende vom römischen Schatz, der unter der kleinen St.-Florus-Kirche im Dorf Kranjci vegraben wurde. Am Ende des 2 km langen Wanderweges, der an Gärten, Weinbergen und Hainen vorbeiführt, verbirgt sich eine der schönsten romanischen Kirchen Istriens. Sie wurde im 16. Jahrhundert gebaut und als wertvolles Kulturerbe auf die Liste der geschützten Kulturgüter der Republik Kroatien gesetzt. Der örtlichen Legende nach wurde die Kirche zu byzantinischer Zeit von steinreichen Griechen gebaut. Als dann aber die siebenjährige Dürre eintrat, wurde die Hungernot so groß, dass die Griechen die Gegend verlassen mussten. Sie luden das viele Gold auf eine kleine Kutsche, die aber für die Pferde einfach zu schwer war. So waren sie gezwungen, einen Teil ihres Goldes in ein Branntweinkessel zu verstauen, den sie dann bei der St.-Florus-Kirche vergruben. Dabei legten sie ein heimliches Gelübde ab. Sie kamen nie zurück, um ihr Gold zu holen, und auch das Gelübde blieb bis zum heutigen Tage ein Geheimnis. In der Kirche, die dem Bischof St. Florus und noch zwei weiteren Schutzheiligen - dem hl. Roko und dem hl. Florian - gewidmet wurde, befindet sich ein wertvoller Altar aus dem 6. Jh. mit Plutei (hölzeren Trennwände) und Flechtornamentik.

Weglänge von Labin aus: 3 km auf der Straße, die von der Labiner Altstadt Richtung Stadtfriedhof und Dorf Kranjci führt (20 Minuten vom Dorf Kranjci entfernt).

Ein ländliches Festmahl in der Konoba

Nach em Spaziergang auf dem St.-Florus-Weg begeistern Sie Ihren Gaumen in der gemütlichen Atmosphäre einer richtigen Konoba mit traditionellen istrischen Gerichten. Im Dorf Rogočana, das sich nah dem Wanderweg befindet, kosten Sie in der gleichnamigen Konoba eines der typischen Labiner Gerichte: Minestra (Brühe) mit Bohnen und Gerste, Fuži (heimische Teigware) mit einem Gulasch aus Schweinerippchen und wilden Spargeln, Risotto mit Meerfenchel und Scampi oder Goldbrasse mit Polenta (Maisbrei) und Wirsing. Als Nachtisch erwartet Sie die verführerische Weinschaumcreme (Zabaglione) mit süßem Muskatwein. Wenn Sie Lust auf Abenteuer haben, können Sie in der Konoba Quads mieten, um die Umgebung noch ein bisschen eingehender zu erkunden.

Konoba Rogočana
Rogočana 1

T + 385 (0)52 852 576
M +385 (0)98 887 696

info@konobarogocana.com
www.konobarogocana.com

Der Wanderweg der Salbei und die Wallfahrt zur hl. Lucia

Der Wanderweg der Salbei führt zum Dorf Skitača, dem südlichsten Punkt der Labiner Halbinsel, in dem es im Frühling und im Winter besonders schön ist. Die Salbei blüht nämlich im Mai und Juni, wenn sie ihren violett-blauen Schleier über die ganze Gegend ausbreitet. Genießen Sie diesen wunderschönen Anblick, vergessen Sie aber nicht, dass sich auch von den umliegenden Hügeln ein atemberaubender Panoramablick auf die Kvarner-Bucht und die Inseln Cres und Lošinj eröffnet. Erfahren Sie also alles über die Heilpflanze Salbei, die seit Jahrhunderten als Heilmittel gegen Husten, zum Ansetzten von Kräuterschnaps und als Gewürz für Fleischgerichte verwendet wurde. Als Gewürz sorgt sie nämlich für bessere Verdauung. Der Salbeihonig wird auch geschätzt, wie auch das ätherische Salbei-Öl, das in Sentonas Wellness-Behandlungen und zur Herstellung von hinreißender Naturkosmetik benutzt wird.

Der nahegelege Wanderweg der hl. Lucia, der Schutzherrin der Pfarre und der Kirche aus dem Jahr 1616, deren Festtag jährlich am 13. November gefeiert wird, ist vielen Pilgern bekannt. Der Legende nach ersuchte die Heilige Lucia die Dorfbewohner von Skitača, ihr an dieser Stelle eine Kirche zu bauen. Da die Dorfbewohner aber den Kirchenbau immer wieder hinauszögerten, stieg sie eines Abends auf den nahen Berg hinauf, setzte sich auf einen Felsen und brach in Tränen aus. Müde und traurig, schlief die Heilige nach einiger Zeit ein. Als sie früh am nächsten Morgen aufwachte, bemerkte sie neben sich eine Höhlung, die voll von Wasser war, und wusch sich darin das verweinte Gesicht. Seitdem gibt es hier eine Wasserquelle, die nie versiegt. So wurde dieser Ort zur Wallfahrtsstätte der hl. Lucia, der Schutzheiligen der Sehkraft, der Augen und des Lichts,  zu der viele Gläubige, Sehbehinderte und Blinde pilgern.  Die Quelle befindet sich oberhalb des Dorfes, nahe am Gipfel Brdo, von wo sich ein fantastischer Panoramablick auf die Inseln Cres und Lošinj, das Kap Kamenjak und die Mündung des Flusses Raša eröffnet.  Auf der anderen Seite des Dorfes, fünf Minuten von der Berghütte entfernt, erhebt sich der Gipfel Orlić (470 m), von dem sich der schönste Blick auf Labin und Rabac sowie auf die Bergkette Učka und die ganze Kvarner-Bucht bietet.

Entfernung Labin – Skitača: 20 km. Der Weg führt aus Labin Richtung Brgod und Brovinje bis nach Skitača.
Weglängen:
Der Wanderweg der Salbei 2 km
Der Wanderweg der hl. Lucia 1,5 km

Baron Lazzarini und St.-Martin-Weine

Im Dorf Sveti Martin (St. Martin) verspürt man immer noch den Labiner ländlichen Geist des 19. Jahrhunderts. Besuchen Sie den Lazzarini-Battiala-Palast, der 1797 als Teil des barocken Landschlosses (Kastell) des letzten Labiner Großgrundbesitzers, des Barons Lazzarini, errichtet wurde. Der Baron Nikola Lazzarini war Agronom von Beruf und kümmerte sich vom Kastell aus um das große Gut seiner Familie. Neben dem Wohnbereich befanden sich innerhalb des Kastellgeländes Pferde- und Kuhställe sowie große Weinkeller mit erlesenen Edelweinen. Unter Voranmeldung werden Sie die Möglichkeit haben, in der Konoba mit der offenen Feuerstelle heimischen Malvasier oder Teran zu genießen, aber auch zu frühstücken oder zu Abend zu essen. Wenn Sie möchten, können Sie in einem der sechs komfortablen Ferienwohnungen auch übernachten. Unter Voranmeldung werden hier auch Töpferei-Werkstätten organisiert. Es empfiehlt sich aber, sich darüber im Voraus zu informieren. Besonders feierlich geht es in St. Martin am 11. November zu, am Festtag des gleichnamigen Heiligen, dem Schutzpatron der Winzer, der Weinberge und der Reiter. In den lokalen Restaurants sollten Sie auf jeden Fall mal den Malvasier, den Pinot oder den Merlot San Martino kosten, auf deren Flaschenetikett eine stilisierte Figur des aufgebäumten Pferdes abgebildet ist.

Entfernung Labin – Sveti Martin 10 km
Kort 33, Sv. Martin, Nedešćina

T +385 (0)52 865 578
T +385 (0)52 854 368

M +385 (0)91 1865 578
M +385 (0)91 544 4918

info@sv-martin.com
www.sv-martin.com

Kaštel Pineta

Gleich neben dem Landschloss Lazzarini-Battiala befindet sich ein Kastell, das auch dieser Adelsfamilie gehörte, und das heute ein Teil der agrotouristischen Wirtschaft Kaštel Pineta ist. Das Landgut verdankt seinen Namen dem Pinienwald, in dem es sich befindet. Unter Voranmeldung können Sie hier in Begleitung in der freien Landschaft und im Walde reiten, oder sich im Hallenschwimmbad mit schönem Blick auf das Dorf entspannen. Ein unvergessliches Erlebnis und wahre Gaumenfreuden sind die traditionellen Labiner Gerichte, die die Familie Radičanin aus eigenen Nahrungsmitteln zubereitet. Sogar der köstliche Ziegenmilchkäse stammt aus eigener  Ziegenzucht. Natürlich hat Kaštel Pineta auch einen Weinkeller mit den eigenen Weinen – dem istrischen Malvasier und dem Merlot - und sogar 15 verschiedenen hervorragenden Schnäpsen, die die Familie Radičanin selbst herstellt.

Agroturizam Kaštel Pineta
Sv. Martin 32/b, Nedešćina

T +385 (052) 865 688
M +385 (0)91 1865 688

info@kastelpineta.com
www.kastelpineta.com