Januar in Labin und Rabac

Der istrische Safran

Lassen Sie sich vom Geschmacksreichtum der autochthonen Labiner Gerichte überraschen – unter anderem auch vom exotischen Safrangeschmack aus Nedešćina. Das teuerste Gewürz der Welt baut das Ehepaar Alessandro und Alessandra Candotti auf ihrem Erbgut im Dorf Klapčići an. Das zarte, verführerische, ursprünglich aus Persien stammende Gewürz wird Ende Oktober geerntet. Haben Sie schon gewusst, dass man für ein Gramm Safran-Gewürz sogar 140 seiner trockenen Fruchtknoten braucht? Die Hochebene von Nedešćina, die sich auf 300 m über dem Meeresspiegel befindet, sowie ihre spezifischen lokalen Klimaverhältnisse sind für Safrananbau geradezu ideal. Um ihr volles Aroma zu entfalten, werden die Safran-Fruchtknoten in einem besonderen Verfahren über Eichenholzglut bei maximal 600 C Hitze getrocknet. Diesem Gewürz werden auch aphrodisische Eigenschaften zugeschrieben. Kosten können Sie es in auserwählten istrischen Restaurants, wo er Garnelen, Risottos, frischem Ziegenkäse und verschiedenen Marinierungen zugegeben wird. Und das Safraneis ist eine ganz besondere Köstlichkeit, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Suavis Farm, Klapčići 16, Nedešćina

T +385 (0)52 865 313

M +385 (0)99 798 7056

www.suavis.hr

info@suavis.hr

 

Kulinarische Tradition

Die unwidersteheliche Verbindung der kulinarischen Tradition der Labiner Gegend und der winterlichen Naturschönheit der Bucht von Rabac können Sie in der Konoba Markus in Ripenda Breg erleben. Das Dorf, in dem die ländliche Tradition erhalten geblieben ist, liegt oberhalb von Rabac. Die Konoba Markus, bekannt für Teran aus über ein hundert Jahren alten Reebsorten, bietet in den Wintermonaten echte istrische Köstlichkeiten an: den istrischen Prosciutto (luftgetrockneter Rohschinken), istrische Würste und Zarebanjak (luftgetrocknete Schweinelende). Während Sie in der Konoba Weine verkosten, erklärt Ihnen Ihr Gastgeber Dino Knapić, wie man auf die althergebrachte Weise den Prosciutto herstellt: zuerst wird er unter Steinblöcken gepresst, danach bei offener Feuerstelle aufgehängt und schließlich im kalten Borawind luftgetrocknet. In der Konoba hängt ein Bild vom Großvater Antonio Knapić, der Bergmann war und vor 110 Jahren die ersten Reebstöcke auf dem Familiengut anpflanzte. Heute zählen sie zu den ältesten in ganz Istrien. Zum Gamai, der typischen alten Weinsorte aus Ripenda, genießen Sie heimische Trockenwurst und den istrischen Speck, die traditionellen Fuži (Teigware) und Gnocchi mit Wild, die Labiner Krafi (eine Art Ravioli) und Fritule (ein Festtagsgebäck) und firsches hausgemachtes Brot, das unter der Tonglicke gebacken wird.

Restaurant und Pension Markus, Ripenda Breg 36A

T +385 (0)52 856 903

www.markus.hr

 

Der Wanderweg Terra Magica

Um nach den Festtagen und den vielen Gaumenfreuden wieder in Form zu kommen, begeben Sie sich auf den Wanderweg Terra Magica, der von Rabac, über Prtlog, bis hin zum Dorf Gondolići führt. Beginnen Sie das Trekking in der Maslinica-Bucht in Rabac, die einst Tihina hieß, und in der die heimische Bevölkerung ihre Olivenhaine hatte. Unter den Olivenbäumen befindet sich heute der Campingplatz Oliva. Von hier aus führt der Wanderweg zuerst zur Teleferika, der einstigen Seilschwebebahn für Bauxiterzladung, von wo aus sich ein wunderschöner Blick auf Rabac bietet. Weiter geht es durch die Bucht Remac zum Kap St. Georg (Sv. Juraj). Entlang des ganzen Wanderwegs Terra Magica, der durch ein Naturschutzgebiet führt, hat man einen atemberaubenden Blick auf die Kvarner-Inseln Cres und Lošinj. Genießen Sie unterwegs den zauberhaften Duft der Mittelmeerpflanzen und der geschützten Steineichen-Wälder. Über die Bucht Šeničina gelangen Sie schließlich nach Prtlog. Von der Antike her, über Mittelalter, bis hin zu der Zeit der Herrschaft Venedigs war dieser Ort der Hafen von Labin, in den Galeeren einliefen. Auf dem höchsten Punkt der Halbinsel befand sich schon in der Bronzezeit eine befestigte Siedlung. Der Weg führt Sie hier an einer alten Olivenölmühle vorbei, und nur 5 Minuten vom Weg entfernt liegen die Reste einer alten Kalkbrennerei, in der Brantkalk hergestellt wurde. Statt der Galeeren schaukeln heute sanft auf dem Wasser der Prtlog-Bucht die Boote der lokalen Bevölkerung, aber auch hier kommen Sie an einem einstigen kleinen Ladehafen für Bauxiterz vorbei. Aus der Prtlog-Bucht führt der Weg zuerst zum Dorf Gondolići, von wo man wieder nach Rabac zurückgelangt.

Weglänge: 13,3 km
Wanderzeit: 4,5 Stunden

 

St. Vinzenztag und die Weinbergsegnung

Der 22. Januar ist der Festtag des hl. Vinzenz, der Schutzpatron der Winzer ist. Es ist Brauch, an diesem Tag den hl. Vinzenz um Segen für das Wachstum der Trauben im Weinberg zu bitten. In der hügeligen Gegend von Gora Glušići und Skitača wird Weinrebe von alters her angebaut. Die Weinrebe wurde dicht an einem Eschenbaum am Feldeende angepflantzt. Die Esche diente als Pflanzpfahl, um den herum die Rebe hochwuchs. Der Eschenbaum wurde weder beschnitten noch besprüht, und der Boden um ihn herum nicht gejätet – nur regelmäßig umgegraben und gedüngt. Das war die älteste Weise, wie man auf dem spärlichen Karstboden Wein anbaute. Eine der ältesten Rebsorten hier war die sog. Pucovina (etwa „Knisterrebe“), weil die Trauben beim Essen am Gaumen leicht knistern). Im Dorf St. Martin wird Rebe seit dem 19. Jahrhundert angebaut, als dort der Baron Lazzarini sein Landgut hatte. Heute kann man den edlen Malvasier, Pinot und Merlot in der agrotouristischen Wirtschaft Kaštel Pineta oder unter der Weinetikett San Martino kosten. Während man im Dorf Ripenda Breg Weinrebe schon vor über hundert Jahren anbaute und immer noch alte Sorten pflegt, wie etwa den leichten Gamai (Burgunder), veredeln im Dorf Kranjci die jungen Winzer Živolić, Glavičić und Juričić die vererbten Weinberge und geben den alten Rebsorten neue Frische. Die besten Labiner Weine können Sie in den meisten Restaurants und Konobas in Rabac und Labin sowie in agrotouristischen Wirtschaften und auf der Weinstraße der Region kosten.

www.rabac-labin.com/de/15-weinestrassen

 

Museumsnacht, 29. Januar

Die diesjährige, 11. Museumsnacht ist in Kroatien den Gründern und Reformisten gewidmet. In Museen und Galerien sowie durch verschiedene Veranstaltungen werden die großen Geister der kroatischen Kultur, Kunst und Wissenschaft vorgestellt. Das Volksmuseum in Labin präsentiert stolz die Gedenksammlung seines berühmtesten Mitbürgers Matthias Flacius Illyricus. Der berühmte Reformationsgelehrte (geb. am 3. März 1520 in Labin, gest. am 11. März 1575 in Frankfurt am Main) war einer der engsten Mitarbeiter von Marin Luther. Die Gedenksammlung befindet sich im Palast Francovich in der Altstadt von Labin. Dort erfahren Sie alles über das bewegte Leben eines der einflussreichsten Geister Europas im 16. Jahrhundert. Matthias Flacius Illyricus war vorzüglicher Theologe, Kirchenhistoriker und Professor der griechischen und lateinischen Sprache, der mehr als 200 Bücher schrieb. In der Gedenksammlung werden Kopien seiner bedeutendsten Werke aufbewahrt, darunter auch der zwei bekanntesten Titel: seine „Magdeburger Centurien“ (Kirchengeschichte in 13 Bänden) und der „Schlüssel zur Heiligen Schrift“. Das Leben dieses vielseitigen Labiner Visionärs war von zahlreichen Reisen durch ganz Europa gekennzeichnet, so dass die Tatasache, dass er es schaffte, sogar 19 Kinder zu haben, etwas erstaunlich ist. Das Labiner Volksmuseum können Sie auch im Rahmen der Wandertouren auf dem Wanderweg der Göttin Sentona und dem Wanderweg des hl. Justus’ besuchen.

Volksmuseum Labin, Ul. 1. svibnja 6

T +385 (0)52 852 477

narodni.muzej.labin@pu.t-com.hr

 

Edelmanns-Urlaub

Wie einst der Labiner Adel, verbringen Sie Ihren Urlaub auf dem Großgrundbesitz von 20.000 m2 Fläche in der Villa Vlastelini im Ort Kapelica (Ortsteil Presika), nur ein Kilometer vom alten Stadtkern der tausendjährigen Stadt Labin entfernt. Die Villa wurde nach dem Spitznamen der Besitzer, der Familie Vlačić-Vlastelini (Großgrundbesitzer) benannt, die mit dem berühmten europäischen Reformationsgelehrten Mathias Flacius Illyricus verwandt war. Vlastelinis waren eine mittelalterliche Adelsfamilie und Großgrundbesitzer. Das heutige Landgut ist luxuriös und komfortabel eingerichtet und bietet vielfältige Inhalte an. Die 1921 gebaute Villa wurde 2011 renoviert, wobei man sechs verschiedene Steinarten und Holz verwendete. Neben einem Golf-Übungsplatz mit sieben Löchern stehen den Gästen ein beleuchteter Tennisplatz und Pool zur Verfügung. Daneben ist ein Gemüse- und Obstgarten, ein kleiner Park mit verschiedenen Haustieren, zwei Wasserquellen und ein Spazierweg. Der zum Landgut gehörende, von aromatischen Wildpflanzen umgebene Steinweg mit eingemeißelten glagolitischen Inschriften (Glagolitza war im Mittelalter die slawische Schrift, die in Istrien bis zum 19. Jahrhundert erhalten blieb) strahlt besondere Ruhe aus. Entspannen Sie sich im Spiel mitten in der Natur, indem Sie mit den glagolitischen Buchstaben Wörter und Namen legen. Die Buchstaben des glagolitischen Alphabets sind zu diesem Zweck in die lateinischen Buchstaben „übersetzt“ worden.

Villa Vlastelini

Presika, Kapelica 133, Labin

T +385 (0)98 254 245

info@villa-vlastelini.com

www.villa-vlastelini.com