November in Labin und Rabac

Hotel Peteani 4*, Labin

Die ehemalige prachtvolle Villa aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde neulich zum ersten 4-Sterne-Hotel in der Stadt Labin umgebaut. Das charmante Boutique-Hotel der Familie Peteani liegt an der Hauptstraße, die in die Labiner Altstadt führt. Mit dem Blick auf die Renaissance-Kirche von der Heiligen Maria der Gesundheit und zwei Ateliers, die der Künstlerinnen Verbanac und Bičić, stellt das Hotel eine Verbindung zwischen dem Geist des Altertums, des reichen Kulturerbes und des modernen Designs der feinsten Art dar. Das Hotel mit seinen elf Doppelzimmern und drei Enzelzimmern, Saunas, dem reichen Weinkeller und dem Hotelrestaurant mit erlesener heimischen Küche wurde vom angesehenen kroatischen Desingstudio Fabrika entworfen. Alle Möbel wurden nach Maß hergestellt, und das Innere zusätzlich mit einzelnen Retrostücken veredelt. So führt Sie etwa das Holzpferd, das gleichzeitig das Hotelsymbol ist, ins gastronomische Abenteuer des Peteani-Restaurants: von Gnocchi mit Scampi in einer Soße aus schwarzen Trüffeln, über marinierte Anchovis mit Erdbeer- & Trüffelüberguss, Adria-Calamari mit einer Scampi- und Wildspargelfüllung, bis hin zum Wildreis mit Seppia und Porree und den traditionellen istrischen Krafi (gefüllte Teigtaschen).
www.hotel-peteani.hr
info@hotel-peteani.hr

 

Der Wanderweg des Hl. Justus' (Labin - Gondolići – Rabac)

Der Geist der Altertums und die Mystik der Altstadt von Labin laden geradezu ein, den Geheimnissen der Vergangenheit nachzugehen, sich einen Bergstollen anzuschauen und schließlich den umwerfenden Blick vom höchsten Glockenturm der Stadt auf das Blaue der Strände von Rabac zu genießen. Der Besichtigungs-Spazierweg wurde nach dem gleichnamigen Heiligen, dem Schutzpatron der Stadt Labin, benannt, dessen Festtag am 2. November gefeiert wird. Da wo einst die kleine St.-Justus-Kirche stand, erhebt sich heute ein 35 Meter hoher Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert, dessen Glocken voriges Jahr erneuert wurden. Das Stadtbild des alten Stadtkerns wird von wunderschönen, gut erhaltenen Bauten aus der Venedig-Zeit beherrscht: dem schönen Stadttor San Fior, der schattigen Stadtloge, den prächtigen Adelspalästen Franković, Manzini, Scampicchio, Negri und Battiala-Lazzarini. In dem letzteren ist das Volksmuseum der Stadt Labin untergebracht, das eine Überraschung birgt: nämlich eine getreue Nachbildung eines Bergstollens, einzigartig in diesem Teil Europas, die uns in die bergmännische Vergangenheit von Labin und seiner Umgebung zurückversetzt. An zahlreichen Kunstateliers und Galerien vorbei, führt Sie der Spazierweg zur ehemaligen Stadtfestung Fortica mit ihrer alten Kanone und dem atemberaubenden Blick auf die Bucht von Rabac und die Gebirgskette Učka. Steigen Sie nun entlang der Aleja Velikana (die Verdienten-Allee) und durch den Pinienwald (Pineta) hinunter bis zu dem Ausgangspunkt des Wanderwegs, der nach Dorf Gondolići führt (neben dem Büro des Touristenverbandes). Verweilen Sie einen Augenblick bei dem St.-Gallus-Kirchlein aus dem 13. Jahrhundert, oder schauen Sie sich die Reste der St.-Anton-Kirche an, die sich auf dem gleichnamigen Hügel befinden. Nach Rabac hinuntersteigend genießen Sie die zauberhafte, grüne Landschaft und den sinnenbetäubenden Duft der üppigen Mittelmeervegetation, die sich bis an das kristallklare Meerwasser der Adria erstreckt.
Weglänge: 6,8 km
Wanderzeit: 3 Stunden
https://goo.gl/lZ9ZrU

 

Die Weine von Pićan

Die Spitzenqulität der Weine von Pićan bestätigte noch Anfang des vorigen Jahrhunderts der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand, als er die mittelalterliche, etwa 20 km von Labin entfernte Stadt Pićan besuchte. Im November, dem Monat der Jungweintaufe, findet in Pićan die Veranstaltung Martin ohne Etikett (Der Faule Martin) statt: eine Ausstellung der Jungeweine der Labiner Gegend sowie des Mittel- und Nordistriens. In dem naheliegnden Dorf Kukurini besuchen Sie die die Weinkellerei der Familie Bačac, in der die Weinbautradition seit 80 Jahren gepflegt wird. Bei einer geführten Verkostung mit Imbiss und istrischer Musik lernen Sie die preisgekrönten Weine des Winzers Goran Bačac kennen – den Malvasier Calypsa Histria und den Merlot Calypsa Nera. Am Festtag der hl. Katharina, dem 25. November, gibt es hier wieder eine Verkostung des jungen Weins und Olivenöls aus der Umgebung von Pićan. Außerdem befindet sich im Dorf Sveta Katarina, das mit Kukurini angrenzt, die bekannte Manufaktur Marial, eine der besten istrischen Manufakturen der köstlichen heimischen Teigwaren.
Weinkellerei Baćac, Goran Baćac
Kukurini 16, Pićan
Geführte Verkostung nur unter Voranmeldung.
T +385 (0)52 869 090
M +385 (0)91 186 9090

 

Der ländliche Charme von Ripenda

Wenn der Sommergedränge in Rabac vorbei ist, leuchten die malerischen Ortschaften von Ripenda, die sich oberhalb von Rabac befinden, in wunderschönen Herbsttönen auf. Einst war das Leben in der Dörfern der Labiner Gegend sehr waise organisiert. Die Steinhäuser wurden nach Plan gebaut, die Inneneinrichtung und die Höfe praktisch und gründlich durchdacht. Denn der Boden war karg und deshalb bebaute man ihn gemeinsam; die Existenz beruhte auf Familie und gegenseitiger Hilfe. Doch obwohl es eine ländliche Gegend war, wurde schon 1907 in einer der reichsten hiesigen Familie, der Familie Paliska aus Vicani, die erste Schule eröffnet. Heute verführt uns Ripenda mit seinem spektakulären Blick auf die Kvarner-Bucht, seinen schmalen, malerischen Wegen, Olivenhainen und Weingärten, sowie mit einer Fülle an bitterem Wildgemüse und Heilpflanzen, aber auch zahlreichen Ferienunterkünften in sehr schön eingerichteten Familienhäusern und Villas. Vor allem aber ist ihr traditionelles gastronomisches Angebot zu empfehlen. Im Restaurant & Konoba Markus in Ripenda Breg können Sie Weine kosten, die aus über ein hundert Jahren alten Reebsorten gemacht werden. Dort gibt es auch den traditionellen istrischen Prosciutto und Würste, die über Weinfässer zum Trocknen gehängt werden. Die freundlichen Hauswirte zeigen Ihnen auch gern, wie der Prosciutto nach althergebrachter Art getrocknet und zwischen zwei Steinen gepresst wird, um Sie danach mit frischem Fisch, der an diesem Tag gefangen wurde, zu begeistern.
Restaurant und Pension Markus
Ripenda Breg 36A
T +385 (0)52 856 903
www.markus.hr

 

Zlata-Käse vom besten Familienlandgut in Kroatien

Das Familienlandgut (OPG) Šahdanović aus Čepić Polje bei Labin wurde 2016 zum besten Familienlandgut Kroatiens gewählt. In der Mini-Käserei Zlata wird auf einer Kuhfarm, die nur wenige Kilometer vom Meer entfernt ist, Käse von Spitzenqualität hergestellt: vom Frischkäse, über halbharte und harte Käsesorten, bis hin zu Knirschkäse und Käse mit Trüffeln. Außerdem sind auch Skutakäse, Jogurt, Milchrahm und Gratinkäse dort erhältich. Die Weiden der Montafoner Kühe des Familienlandguts befinden sich auf den Abhängen des Berges Učka und seines südlichsten Gipfels Sisol, und gerade diese einmalige Verbindung zwischen Berg- und Meerklima zeichnet sich in der besonderen Qualität dieser Milchprodukte ab. Die Köstlichkeiten aus der Käserei Zlata werden in der Markthalle in Labin verkauft, und in den Sommermonaten sind sie auch auf gastronomischen Veranstaltungen in Rabac und Labin erhältlich.
Mini-Käserei „Zlata“, OPG Šahdanović, Polje Čepić, Kršan
M +385 (0)98 931 8548, (0)98 931 9516
nermy05@hotmail.com

 

Der Labiner Wein-Aufstand

Seit eh und je mussten die Labiner um ihre Rechte kämpfen, so dass es in der Geschichte dieser Stadt immer wieder zu Aufständen kam. Nachdem die Republik Venedig 1420 die Herrschaft über die Stadt Labin übernahm, bekam die Stadt einen neuen Rechtsstatus und seinen Bewohnern wurden neue Vorschirften auferlegt. Neben vielen anderen Abgaben, mussten die Labiner auch einen Teil ihres Weins an den venezianischen Podestat liefern. Der Podestat verkaufte den Wein weiter und steckte das Geld in seine eigene Tasche. Am 8. März 1786 lief den Labinern dann endgültig die Galle über. Weil sein Mandat zu Ende war, war der Podestat Pasqualiga nach Venedig zurückgekehrt, hatte aber seine hochschwangere Ehefrau Donna Angelica, die in ihrem Zustand nicht mehr reisen konnte, nicht mitgenommen. Sie blieb in Labin zurück und führte unpopuläre Veränderungen ein, die schließlich zum Aufstand der Bürger von Labin führten. Statt des vorherigen Weinpreises von 4 Soldi, beschloss sie, den Wein zum Preis von 6 Soldi zu verkaufen. Daher kam es zuerst zu Unruhen und dann sogar zu einem Waffenaufstand. Die Rebellen drohten mit Waffen und schrien vor dem Haus der Donna Angelica, während ihre Frauen die Podestatin laut beschimpften. Daraufhin senkte Donna Angelica den Weinpreis auf 5 Soldi zurück. Der Rat des venezianisches Senats führte später wegen dieser Vorfälle eine Ermittlung in Labin durch, aber die Rebellen blieben sich einig und verteidigten und schützten einander, so dass der Aufstand im Endeffekt doch noch Erfolg brachte.