März in Labin und Rabac

Die Labiner Republik

Jahrzehnte lang war der Bergbau das Synonym für die Labiner Region, die am 2. März nun den 98. Jahrestag der Labiner Republik gedenkt, eines der ersten Aufstände gegen den Faschismus in Europa. Der Streik und die ausgerufene Selbsverwaltung der Bergleute von Labin dauerte nur etwa einen Monat, nämlich vom 2. März bis zum 8. April 1921. Der Streik begann, als sich einige Bergleute auf dem Ortsplatz in Vinež versammelten, um gegen die Faschisten zu protestieren, die ihren Gewerkschaftsführer Giovanni Pipan misshandelt hatten. Darauf hin besetzen die Bergleute die Labiner Bergwerke, verminten die Stollenzugänge und organisierten ihre eigenen bewaffneten Truppen. Der Grubenverwaltung wurden Forderungen der Streikenden unterbreitet, während die Bergarbeiter nach ein paar Tagen die Arbeit im Steinkohle-Bergbau selbst organisierten und wieder aufnahmen. Die Grubenverwaltung veranlasste aber am 8. April überraschend eine militärisch-polizeiliche Aktion, gleichzeitig vom Meer und vom Land, und die schlecht bewaffneten und unerfahrenen Bergleute mussten bald nachgeben. Die Erinnerung an die ruhmvolle Vergangenheit wird heute in Podlabin, der Labiner Unterstadt, aufrechterhalten. Dieser Stadtteil, dessen zentraler Bereich der sog. Pijacal ist, wurde planmäßig für den Zweck der Bergbautätigkeit errichtet. Heute ist der Pijacal ein geschützter Industriekulturerbe-Komplex. über den ein hoher Stahlturm, der sog. Šoht - die Haupteinfahrt in die 150 m langen Bergwerksschächte - dominiert.
In Labin wird gerade das Projekt INSPIRATION zur Revitalisierung des Industreierbes durchgeführt, das u. A. die Einrichtung eines Informationszentrums im Volksmuseum Labin vorsieht. Im neuen Info-Zentrum wird das Industrieerbe von Labin und den Partnerstädten Trbovlje, Slovenska Bistrica und Rijeka auf eine innovative Weise präsentiert, womit eine neue, grenzübergreifende kultur-touristische Route geschaffen wird.
www.facebook.com/inspiracijaeu/

 

Der Gruß an den Frühling – nächtliche Bergwanderung nach Skitača, 22. März

Der Bergsteigerverein Skitači aus Labin veranstaltet die 12. nächtliche Bergwanderung nach Skitača, einer Ortschaft am südlichsten Punkt der Labiner Halbinsel und einem seiner höchsten Gipfel – dem Gipfel Oštri (531 m). Für alle Wanderer und Naturliebehaber ist es eine ganz besondere Gelegenheit, in bester Gesellschaft den Frühling willkommen zu heißen und den Beginn des neuen Naturzyklus‘ zu feiern. Der Start findet am Freiteg, den 22. März, um 20.00 Uhr vom Titos Platz in der Altstadt von Labin statt. Der Weg führt entlang des Labiner Bergwanderwegs über das Dorf Gondolići bis zum Berggipfel Oštri, und dann, an der Kirche des hl. Matthäus vorbei, bergab zu Skitača, wo man gegen Mitternacht ankommen sollte. Der Wanderweg ist technisch wenig, und konditionsmäßig mittelmäßig anspruchsvoll. Erforderlich sind eine Stirnlampe und die übliche Bergwanderausrüstung.
www.skitaci.com

 

Ausstelung „Abdrücke“, Davor Kliman, Stadtgalerie Labin, 1. März

In der Stadtgalerie Labin beginnt die neue Ausstellungssaison mit der Ausstellung „Abdrücke“ des Künstlers Davor Kliman aus Pula. An die 50 ausgestellten Bilder mit starken, abstrakten koloristischen Motiven weichen deutlich ab von den bisherigen Arbeiten des Künstlers – den Gedächtinsaufzeichnungen der istrischen Landschaften und des Meeres. Der Diplombildhauer Davor Kliman ist vor allem für seine Steinskulpturen im öffentlichen Raum in den istrischen Ortschaften Banjole und Medulin, sowie in Triest, bekannt. Gleichzeitig wurden seine Videoarbeiten in die erste Retrospektive der kroatischen Videokunst „Insert“ aufgenommen. Neben Teilnahme an vier Bildhauersymposien, darunter voriges Jahr auch am „Cavae Romanae“ im istrischen Vinkuran, stellte er bislang in Kroatien, Mailand, New York und Ljubljana aus.
Stadtgalerie Labin
1. Maj-Straße 5, Labin
T +385 (0)52 852 123
www.facebook.com/gradskagalerijalabin/

 

Hochzeit in der Villa Annette

Das Boutique Hotel Villa Annette ist für seine ausgesprochene Eleganz und wohl die schönsten Ausblicke auf das Meer in ganz Istrien bekannt. Liebe – Träume – Eleganz – Schönheit – Freude – Ewigkeit sind Synonyme, die die Familie Peršić und ihr Team schon jahrelang den Brautpaaren aus aller Welt bei der Hochzeitsorganisation anbieten. Der Austausch der Ehegelöbnissse im Olivenhain mit dem Blick auf den Sonnenuntergang auf dem Meer, der Rosmarin- und Pinienduft, der anschließende Toast mit den besten istrischen Sekten und Weinen, ein üppiges Dinner mit Hausolivenölen der Spitzenqulität aus der Selektion Villa Annette und Trüffeln ... oder ein romantisches Frühstück am Pool... Es sind nur einige der Möglichkeiten, die dieser einmalig schicke Ort anbieten kann. Buchen Sie Ihr Hochzeitstermin in Rabac, wo die grünen Hügeln dem blauen Meer und der ewigen Liebe begegnen!
www.villa-annette.com

 

Der Wanderweg der göttlichen Quellen, Rabac - Labin

Das Wasser ist die Quelle des Lebens, und auch für die Menschen in Labin waren Quellen einst die Brunnen des Lebens. Feiern Sie also den Frühlingsanfang auf dem Wanderweg der göttlichen Quellen mit! Der Wanderweg beginnt in der Maslinica-Bucht in Rabac und führt, durch die schönste Naturschutzlandschaft der Gegend, bis zur Altsdtat von Labin hinauf. Die Quellen Vrućak und Blažićevo befinden sich beim großen Wasserfall, zu dem Sie von fröhlich murmelnden Bächlein begleitet werden. Etwas weiter bergauf übergießen sich rauschend die kleinen Wasserfälle des Baches Pećina über die gewundenen Sinterbarrieren, während sich in der geheimnissvollen Negri-Höhle noch eine weitere Quelle verbirgt. Und auch die reichen Adelsfamilien, die in der befestigten Stadt lebten, bauten in ihren Palasthöfen Zisternen zum Sammeln von Regenwasser.
Weglänge 3,4 km
Wanderzeit 1,5 sat
https://goo.gl/VD8sM1

 

Matthias Flacius Illyricus

Jährlich wird im März in Labin der bekanntesten historischen Persönlichkeit der Stadt, des Reformationsgelehrten Matthias Flacius Illyricus (geb. am 3. März 1520 in Labin, gest. am 11. März 1575 in Frankfurt am Main), gedacht. In seiner Gedenksammlung erfahren Sie alles über das bewegte Leben eines der einflussreichsten Geister Europas im 16. Jahrhundert und engsten Mitarbeiters von Martin Luther. Er war vorzüglicher Theologe, Kirchenhistoriker und Professor der griechischen und lateinischen Sprache und hinterließ mehr als 200 Bücher. In seiner Gedenksammlung im Palast Francovich sind u.a. auch Kopien seiner bedeutendsten Werke zu sehen, darunter auch der zwei bekanntesten Titel: die „Magdeburger Centurien“ (Kirchengeschichte in 13 Bänden) und der „Schlüssel zur Heiligen Schrift“. Erfahren Sie, wie Matthias unter dem Einfluss seines Onkels, dem Pater Baldo Lupetina, einem venezianischen Inquisitonsopfer, zum Protestanten wurde, wie er sich später mit Martin Luther, dem Vater der Reformation, anfreundete und trotz aller Arbeit es schaffte, Vater von sogar 19 Kindern zu werden.
Gedenksammlung Matthias Flacius Illyricus
Giuseppina-Martinuzzi-Straße 7, Labin
T +385 (0)52 852 477
M +385 (0)99 261 3276
www.facebook.com/muzej.labin/
www.rabac-labin.com/de/182-die-labiner-visionare